Am Vortag brachten wir unser Motorbike zunächst zum Waschen und anschliessend zum Bahnhof, damit es als Gütertransport auch nach Dong Hoi kommt.
Der Zug traf pünktlich um 11:17 ein, alle Sitze sind nummeriert und unser Wagon war gut gefüllt.
Die Wagen sind mit Steckdosen ausgerüstet, es werden Getränke und Snacks serviert. Der Komfort steht also im Vergleich zu westeuropäischen Standards in nichts nach. Einzig die Beschaffenheit der Geleise und des Gleisbettes ist nicht gerade hervorragend. Damit ist auch die Reisegeschwindigkeit eher gering.
Ankunft war ca. 21:00. Gespannt suchten wir die Güterhalle in der Hoffnung da unser Motorrad vorzufinden, denn in Ninh Binh sahen wir es nicht mehr am Bahnhof. Tatsächlich, da stand es. Die Freude war aber nur von kurzer Dauer:
Wo sind denn die Helme? Weg!
Wo der schöne Rückspiegel rechts, den der Vorbesitzer noch dran machen liess? Weg!
Wo unsere praktische Spanngurte für die Rucksäcke? Auch weg!
Wir sind natürlich ruhig geblieben. Die Mitarbeiter am Bahnhof kicherten nur. Die asiatische Art die Situation zu retten. Da fällt es schwer nett zu bleiben. Aber gedacht hatten wir alles Schlimme, was ich nicht aufzählen will. Nein, nicht wegen des Geldes, sondern weil wir Ersatz für das vermutlich Geklaute wieder in Dong Hoi zusammen suchen mussten.



