Pasto und Umgebung

Pasto, eine Stadt auf 2527 Metern über Meer. Sie kommt bei weitem nicht an Popayán ran, das Zentrum ist aber ganz beschaulich.

Wir übernachteten zweimal im Koala Inn. Super sauber, freundliche Besitzer und ein typisches Backpackerfrühstück: Pancakes mit Früchten.

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Schöner, heller Innenhof des Koala Inn.

Die Menschen hier schienen uns geschäftiger zu sein und auch immer sehr freundlich. An der Küste, durch die Hitze, waren die Abläufe gemächlicher. Zudem sahen wir wieder vermehrt Angehörige der indigenen Bevölkerung. Sie waren leicht an den schwarzen Hütchen zu erkennen und daran, dass sie sich bezüglich der Farbe einheitlich kleideten.

Ausflug ins Grüne
Wir wollten raus aus der Stadt und da bot sich die Laguna de Cocha an. Das dortige Dorf, El Puerto, wird von Collectivos angefahren.
Angekommen bot sich uns ein idylisches Bild. Die Häuser waren allesamt aus Holz (Madera) gebaut und waren mit Blumen geschmückt. Der Seespiegel lag etwas hoch und so konnte man sich nur auf Sandsäcken zu Fuss vorwärts bewegen.

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Links der eigentliche Fluss. Rechts wäre die Strasse.

Viele machen vom Dorf aus dann eine kurze Bootsfahrt auf die Insel im See, welche als Naturschutzgebiet erklärt wurde. So auch wir. Die Boote kosteten den Wucherpreis von 30’000 cop für Hin/Zurück. Keinesfalls wollte ich nur zu zweit fahren. In der Gruppe wärs günstiger. Aber an diesem Montag waren nur wenige Touristen vor Ort. Also setzten wir uns hin und beobachteten das Treiben im Dorf. Ich unterhielt mich einem Besucher aus Cali und schon bald kam ein Pärchen, die auch aufs Boot wollten. Also waren wir zu viert. Mit dem ecuadorianisch-mexikanischen Pärchen gings los zur Isla Corota.

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Auf der Insel Corota. Vielfältige Tier- und Pflanzenwelt erwartete uns.

Die Insel war dicht bewachsen mit Pflanzen, die es kühl und feucht mögen. Teilweise blühten Sträucher und überall waren Epiphyten zu sehen. Den 550 m kurzen Weg absolvierten wir bald und vom Aussichtspunkt am anderen Ende gings den gleichen Weg zurück aufs Boot.

Bevor wir das Dorf verliessen, assen wir Mittagessen. Die Auswahl an Restaurants in dem Touridorf war immens und alle boten dasselbe an. Natürlich assen wir Forelle, die hier im See gezüchtet wird. Dazu eine gute Suppe (Mais, Kartoffel, Möhre) und ein heisses Getränk (Agua panela caliente). Hätten nie gedacht, dass wir in Kolumbien so häufig Forelle essen…

Zurück bei der Haltestelle für Kleinbusse. Da gabs frischen Joghurt. Was für uns relativ gewöhnlich ist, zieht bei den Kolumbianern so richtig. Es wird mit frischen Milchprodukten geworben – immer mit passendem Kuhmuster (schwarz-weiss) und einer Plastikkuh, die so ähnlich aussieht wie die Vache qui rit.
Im kleinen Café/Laden kamen wir schnell ins Gespräch. Als ich sagte, dass ich Schweizer sei, sprudelten die Geschichten nur so aus den einheimischen Mündern:
Irgendwann nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Schweizer Walter Sulzer nach Kolumbien. Er und seine Frau Heidy verliebten sich bald in Land und Leute. Hier oben baute er das erste Holzhaus im Schweizer Stil. Bald darauf wurde es eröffnet als Chalet Suizo. Damit nicht genug. Der Baustil wurde nachgeahmt und es entstand ein ganzes Dorf aus hübschen Holzhäusern, mit Blumen geschmückt. Es geht noch weiter: Walter Sulzer zeigte den Leuten, wie man richtig Forelle räuchert. Heute bietet das ganze Dorf Forelle an – unter anderem die Räucherforelle. Eine schöne Geschichte des Erfolgs. Gerne wären wir bei Herrn Sulzer noch vorbei gegangen, doch da kam schon unser Transport zurück in die Stadt.

Der Ausflug war gleichzeitig auch Abschied von Kolumbien. Der nächste Bericht sollte aus Ecuador folgen.

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