Der Weg war beschwerlich, nicht wegen der Strasse, aber wegen anhaltenden Magenbeschwerden. Diese begleiteten die Fahrt, jedoch ohne Zwischenfälle. Wir buchten eine Nacht im Nasca House, einer herzlichen Familienpension nahe des Zentrums. Luis holte uns vom Busterminal ab.
Nach Ankunft verzogen sich bald die Wolken und wir genossen einen schönen blauen Himmel und Christin die Fürsorge von Nancy, der Besitzerin. Es war nur eine Nacht geplant, somit buchten Annette und ich für den Nachmittag eine private kleine Tour zu und über die Nasca Linien.
Nasca Linien
Orlando, unser Fahrer und Guide, zeigte uns die Nascalinien bei zwei Aussichtspunkten. Von einer Anhöhe erkannten wir einige Linien. Je länger wir guckten, desto mehr geometrische Figuren erkannten wir. Aus der Ebene kann man übrigens nichts erkennen.
Zu den Linien gibt es viele Theorien, die anderswo nachzulesen sind.
Beim Aussichtsturm sahen wir die Figuren ‘Hände’, ‘Baum’ und ‘Eidechse’ und natürlich weitere Linien.
Im ‘Maria Reiche Museum’ erfuhren wir alles über die deutsche Mathematikerin aus Dresden und ihre bewundernswerte Arbeit hier.
Beim Besuch des Museums staunten wir zunächst und hatten grössten Respekt vor der Arbeit von Fr. Dr. Reiche (mit mehrfachem Ehrendoktortitel h.c.). Sie war es, die viele Figuren entdeckte und die Linien kartographierte. Im Museum, das neben ihrem einfachen Wohnhäuschen gebaut wurde, beschlich uns auch das Gefühl, dass sie etwas besessen war. Ihre Aufopferung war für uns nicht mehr ganz nachvollziehbar. Die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn eben…
Reiche bei wikipedia
Hallo ihr Drei,
ich musste soeben wieder feststellen, dass man eure Reise als Bildungsreise bezeichnen kann. Nicht nur Land und Leute kennenlernen, die Weiterbidung steht ganz oben. Die Deutschen waren schon früher schlaue Köpfe, wenn sie auch aus dem OSTEN kamen.
Alles Gute und weiterhin gute Reise wünscht euch
OMI, Mutti und Opa,
PS zum Glück haben sich die Temperaturen normalisiert.
Das stimmt. Gemischt mit etwas Wahnsinn. Besonders abenteuerlich fanden wir die Tatsache, dass sich Frau Reiche an die Kufen des Hubschraubers binden liess um bessere Luftaufnahmen.machen zu können.