Medellin – multikulti

Wir hatten wieder mal Lust auf AirBnb bzw. bei Leuten privat unterzukommen.
Wir fanden ein Paar – er Japaner, sie Kolumbianerin – welches beim Stadion lebt. Yusuke und Isabel wohnen in diesem ruhigen Quartier in einer Wohnung. Sie vermieten drei Räume. Daniel, ein Brasilianer, wohnt in einem Raum. Wir kriegten das zweite Zimmer und das Dritte war frei.

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Blick auf das moderne El Poblado - die Reichengegend

Da Yusuke zur Zeit nicht arbeitet bzw. die Eröffnung eines eigenen Hostels plant, nahm er sich gerne Zeit uns rumzuführen. Zusammen gingen wir nach El Poblado, zum Kaffeetrinken oder einfach mal an die Universität von Antioquia.
Wir klapperten weniger die touristischen Sehenswürdigkeiten ab, vielmehr lebten wir einfach da und unterhielten uns. Einmal gingen wir sogar an ein Casting. Da wurden Leute gesucht für einen TV Spot eines bekannten Fruchtsaftherstellers.

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Yusuke und Christin am Casting.


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Einblick

Generell ist Yusuke voller Einfällen und Ideen. Ein Hostel eröffnen, kolumbianische Handtaschen nach Japan verkaufen und es eben im Werbespot versuchen. Nichts bleibt unversucht und falls es nicht klappen sollte, Kopf nicht hängen lassen und weiter geht’s.

Im Jumbo Supermarkt staunten wir wieder, welche Vielfalt an Produkten den reichen Kolumbianern zur Verfügung stehen. Supermärkte sind hier für Reiche. Die grossen XXL Hamster Packungen, welche für die nächsten Monate reichen, sind nichts für Menschen, die von heute auf morgen leben bzw. kein Auto haben.

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Von Sauerkirschen..

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..bis Weisswurstsenf. Alles da.

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Und auch politisch inkorrektes Eiscrème.

Die deutschen Produkte stehen aber nicht zufällig im Regal. Wer nachlesen will, findet hier Anworten, die Licht in die teilweise dunkle Vergangenheit bringen:

Cencosud
Horst Paulmann Kemna

Scheinbar hatte nicht nur der alte Paulmann einen Schaden. Der Sprössling hat sich wohl mit zu viel Weisswurstsenf das Gehirn klein geätzt, wenn ich den Abschnitt ‘Kritik’ mal frei interpretiere.

Medellin hat uns gut gefallen. Mit der Metro und manchmal einem Taxi konnten wir uns gut in der Stadt bewegen. Die Stadt ist umgeben von grünen Hügeln und der Himmel ist fast immer blau. Viele freundliche Menschen trafen wir da, vom Taxifahrer über den Verkäufer bis hin zu unseren Gastgebern.

An unserem letzten Tag trafen zwei Deutsche ein, die unser Zimmer übernahmen. Wir tauschten uns noch aus, bevor Yusuke uns zum Busterminal del Sur fuhr. So nett!
Von da nahmen wir einen Bus Richtung Süden, nach Manizales, wo die Kaffeezone beginnt und tolle Berglandschaften warten. Wir fuhren mit Empresa Arauca für 35000 cop/p über eine kurvige Strasse auf einem Kamm mit super Aussicht nach West und Ost in die grüne Hügellandschaft.

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