Cartagena de Indias

Heiss und feucht! Das war die erste Empfindung beim Aussteigen aus dem Flugzeug. Es war Mittagszeit und die Sonne stand im Zenit. Mein Rucksack kam als erstes Gepäckstück. Christins bald danach. Damit liefen wir zur Hauptstrasse. Da sind die Taxis nur halb so teuer – gerade mal 100 m entfernt. Miranda, unsere künftige Gastgeberin, hat uns diesen Tipp gegeben.

Cartagena
Die Stadt ist wirklich so schön wie auf den Bildern. Überall kräftige, bunte Farben. Damit meine ich nicht nur die Hausfassaden, sondern auch die tropischen Früchte und die Kleider der Menschen. Besonders schön: unser Quartier mit dem Plaza Trinidad als Zentrum ist nicht touristisch und da spielt das kolumbianische Leben.

Auch zu Cartagena gehört aber, dass an zwei bis drei Mal pro Tag duscht – und zwar kalt. Niemand hat heisses Wasser ausser vielleicht Hotels. Händler haben nie Wechselgeld, egal wie alt der Tag schon ist oder wie gut das Geschäft schon gelaufen ist.

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Der alte Glockenturm.

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Das Bild an sich gefällt mir schon sehr. Der Spruch unten links noch mehr.

Spanischschulen
Um 9 Uhr gingen wir am 4. Juli aus dem Haus. Wir wollten zwei, drei Schulen besuchen und uns anschauen. Es war schon recht warm. Christin klagte: Ich bin nicht eingeschmiert, es ist heiss, es ist weit. Süss, dachte ich.
‘Centro Catalina’ machte von Anfang an einen guten Eindruck. Freundlich, sauber und professionell. ‘Nueva Lengua’ hat eher den coolen, relaxten Charakter was bei Reisenden auch nicht schlecht ankommt. Später entschieden wir uns für das Centro Catalina.

Fussball
Zwei wichtige Spiele fanden gleich zu Beginn statt. Zum einen Deutschland gegen Frankreich und andererseits Kolumbien gegen Brasilien. Das erste schauten wir in der Deutschen Bar in Cartagena. Sie heisst ‘Leon de Baviera‘ und wird natürlich von einem Deutschen geführt. Der Laden war brechend voll. Viele Deutsche Männer mit gemischten Söhnen, manche kamen als ganze Familie. Unter den Gästen waren auch Kolumbianerinnen – vielleicht wegen dem folgenden Kolumbienspiel, vielleicht auch um Ausschau zu halten nach einem Deutschen Mann. Diese gelten wohl als weniger ‘abenteuerlich’.

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In der Bar 'Leon de Baviera' (der Löwe aus Bayern). Chef ist Stefan aus Straubing.

Das zweite Spiel schauten wir zusammen mit Miranda in einer nahe gelegenen Bar. Die Spannung war bis zum Schluss da. Leider verlor Colombia das Spiel. Wir hättens ihnen gegönnt.

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Angespanntes Sitzen in der Bar beim Centro Commercial de Getsemaní.

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Mit Flagge auf der Backe.

Schulanfang am 7. Juli

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Innenhof der Schule.

Etwas aufgeregt waren wir schon. Wie ist wohl der Lehrer? Hoffentlich sind die Kameraden nett, etc. Alle Bedenken waren unbegründet. Überall nette Leute, schöne Atmosphäre, Lernen mit Spass. Der Einstieg für Christin und die anderen Sprachanfänger war schon hart – von Null auf Spanisch. Ich half ihr dafür etwas bei den Hausaufgaben. Meine Klasse war kleiner. Der Lehrer, Jader, ist jung und lustig, aber auch kompetent. Die Oberstreberin, welche das Niveau zu hoch hielt, ging nach dem ersten Tag planmässig. Gut. Mit zwei Deutschen und einer Französin machten wir weiter.

2 thoughts on “Cartagena de Indias

    • Der Laden wirbt mit kühlem Bier. Bier, welches kälter ist, als das Herz der Ex-Freundin. Originell.
      Ps: Häufig sagt man “bien fria” (schön kühl), das sagen aber alle. Deshalb hat dieser Verkäufer sich was Neues einfallen lassen.

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