Puno und die Uros

Für 2 Nächte buchten wir im Mosoq Inn. Zweckmässig eingerichtet und von sehr nettem Personal geführt.

Die Stadt selber hat wenig Sehenswürdigkeiten. Hingegen werden die Inseln im Titicacasee gerne besucht. Von Inseln mit Gekaspere wie im Disneyland bis zu ursprünglich gebliebenen Inseln kann man alles haben.

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Plaza De Armas, Zentrum von Puno.

Für uns war klar, dass wir keine Massentour buchen wollen. Nach langem Hin und Her entschieden wir uns einfach an den Hafen zu gehen und eine Privattour in der Nussschale zu buchen. Bald sprach uns ein Einheimischer an. Eduardo. Zunächst wollte er uns in ein grosses Boot pferchen. Wir lehnten ab. Dann wusste er was wir wollten. Er zeigte uns ein kleines Boot am Hafen. So ähnlich wäre es, meinte er. Er wollte wohl sicher stellen, dass wir wissen,  was uns erwartet. Nämlich alles andere als Luxus.

Eduardo organisierte uns ein Taxi. Er fuhr gleich mit und telefonierte dabei. Nach 10 Minuten kamen wir bei einem Felsvorsprung an. Einen Steg gab es nicht. Ein Jugendlicher mit kleinem Boot war da. Es war Eduardos Sohnemann. Mit ihm würden wir rumschippern an diesem Tag. Eduadro verabschiedete sich und wir fuhren los.

Bei der Fahrt durchs Schilf erklärte unser Privatguide viel über den dortigen Lebensraum. Ich verstand recht viel und konnte für Netti und Christin übersetzten. Wiedermal war ich froh über die Spanischlektionen, die ich damals nahm. Englisch geht häufig, aber eben nicht immer. Gerade wenn es spannend wird, weg von Touristenströmen, ist es gut die Landessprache zu sprechen.
Während der Fahrt ging jedoch immer der Motor aus. Kaum 100 m getuckert, stotterte das Motörchen und ging aus. Der mitgeführte Kanister war fast leer. Jedoch war das nicht der Grund. Ich vermutete eher das Luft angesogen wurde, oder die Zündkerze mal geputzt werden müsste. Heftiges Pumpen half nur bedingt, immerhin für weitere 100 m. Das störte uns aber gar nicht, denn das verlängerte unseren Aufenthalt auf dem Titicacasee und für gute Fotos war es auch besser, denn auf dem ruhigen See spiegelte sich die ganze Umgebung – die Wolken, das Schilf – wunderschön.

Wir fuhren zuerst zur Insel, wo seine Schwester wohnt. Isla San Pedro. Die Insel ist eine von Dutzenden schwimmenden Inseln, den Uros. Unser Guide zeigte uns wie sie gebaut werden. Die Grundlage bildet zusammen verwachsenes Schilftorf. Darauf wird kreuzweise getrocknetes Schilf gelegt. Schlussendlich muss der Anker gesetzt werden, sonst würden die Inseln davon schwimmen.

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Sicht vom Türmchen auf den "Dorfplatz".

Anschliessend zeigte uns die Familie traditionelle Kleidung, wo wir auch reinschlüpften.

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Anprobe. Es handelt sich um traditionelle Kleidung.

Dann wurde halt doch noch der Basar ausgebreitet mit Sachen, die man nicht braucht. Einige Kleinigkeiten für die Kinder zu Hause sollten es sein.

Zum Mittagessen schipperten wir auf die Isla principal. Es ist die Hauptinsel der schwimmenden Inseln. Darauf steht eine Schule und ein Restaurant. Wir assen eine leckere Seeforelle. Dann gings wieder stotternd zurück ans Land.

Eine schöne Privattour auf dem wunderschönen Titicacasee mit freundlichen Menschen ging zu Ende.

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