La Serena

Eine 5-6 stündige Autofahrt führte uns ins nördlich gelegene La Serena. Wir befuhren nicht etwa irgendeine Strasse, nein, es war die Panamericana! Sie verläuft von Nordamerika über Zentralamerika bis hinunter nach Feuerland. Ein Tausende von Kilometern langer Transport-Rückgrat eines Kontinents.

Wir passierten Avocadoplantagen und schöne Felsformationen. Den Smog von Santiago liessen wir auch zurück. Dazu fuhren wir aber einige Zeit. Nach halber Strecke etwa verläuft die Ruta 5  (so heisst sie hier in Chile) entlang der Küste. Rechts kleine Dörfer, manchmal eine Stadt, gebettet in eine bizarre Wüstenlandschaft mit Kakteen. Links freie Sicht auf den weiten Pazifik.
Dazwischen immer wieder Zahlstellen mit Schranken. Die Autobahn ist gebührenpflichtig. Viele Händler verkaufen ‘Frutas y Verduras’ und machen durch Wedeln auf sich aufmerksam. Wir stoppten nur zum Tanken und für die späte Mittagspause. Dazu verliessen wir kurz die Autobahn. Anstelle eines gebührenpflichtigen Tunnels entschieden wir uns für den kleinen Pass. Der Umweg kostete zwar Zeit, dafür keine Maut und bot uns eine schöne Stelle für ein Picknick. Natürlich u.a. mit einer perfekten Avocado. ‘Avocado’ klingt zwar spanisch heisst hier aber ‘palta’. Zum Schluss konnten wir bis zu drei Kondoren am Himmel beobachten. Sehr schön anzusehen, wie sie die Thermik ausnutzen und mühelos segeln. Der Kondor ist praktisch der Nationalvogel. Wir fuhren weiter.
Am späteren Nachmittag begleitete uns der Sonnenuntergang bis in den frühen Abend hinein. Christin machte tolle, stimmungsvolle Bilder während der Fahrt.

Nach dem Eindunkeln zeigte sich das Lichtermeer der Grossstadt von La Serena vor uns. Wir buchten zwei Nächte im El Punto Hostal. Von Deutschen geführt, sauber, empfehlenswert. Das Triplezimmer für 26000 Pesos.

image

Im schönen Innenhof des Hostels.

Am ersten Abend in La Serena schafften wir nicht mehr viel. Eine Empanada als Abendessen. Der nahe Busbahnhof bot sich dazu an. Das Essen da war nicht das Interessante. Vielmehr war es die ganze Atmosphäre, fast wie am Flughafen. Busse kommen und gehen im Minutentakt. In Peru wirds wohl ähnlich zu und her gehen.

Am zweiten Tag erkannten wir dann die Schönheit der Stadt. Die Altstadt mit schönen Cafés und Läden in Kolonialbauten ist sehr, sehr schön. Da kann Santiago gleich einpacken.

image

Die Schaufensterpuppen haben hier andere Proportionen. Eine Kugel auf zwei Stummeln. Das Ideal ist anders.

Zudem war die Luft angenehmer. Wir machten einen längeren Stadtspaziergang. Anschliessend machten wir uns auf den Weg zum Strand, was sich als relativ weit herausstellte. Eine weitere Sehenswürdigkeit war der ‘El Faro’, der alte Leuchtturm an Strand.

image

Leuchtturm, el faro, am Strand von La Serena. Wolken suchten wir seit Tagen vergebens.

Leave a Reply