Wir buchten 4 Nächte bei der “Bora Bora Fishing Paradise Lodge”. Sie wird betrieben von Daniel und Loana. Er aus Frankreich und sie von Tahiti. Die Versuchung war gross hier etwas Luxuriöses zu buchen, wie es halt viele tun. Schliesslich hausten wir auf Huahine ohne Klima, ohne Warmwasser bzw. manchmal ganz ohne Wasser und ohne Restaurant. Aber nach dem Blick aufs Budget und die Zimmerpreise wählten wir etwas einfacheres. Zudem wollten auch hier nicht abgekapselt wohnen sondern die Insel erleben.
Der Flughafen liegt auf einem Motu, also auf einer der Inseln, die die Hauptinsel umgeben. Der Boottransfer in die Stadt Vaitape ist durch den Flughafen organisiert und kostenlos. Also Bootsfahrt durch die Lagune inklusive. Die Gäste der hochpreisigen Hotels werden mit dem hoteleigenen Boot oder der Yacht abgeholt. Hilton, Four Seasons, St. Regis um nur einige zu nennen.
Am Hafen angekommen, erwartete uns Daniel. Wir bekamen einen schönen Blumenkranz. Das freute besonders Christin, hatten doch viele andere Gäste schon am Flughafen Blumen gekriegt.
Schnorcheln in der Lagune
Kaum angekommen sassen wir auf Daniels Boot für den ersten kleinen Ausflug. Ein französisches Paar kam auch mit. Wir stoppten mitten in einer der schönsten Lagunen der Welt, am Übergang, wo es steil in die Tiefe geht. Weit weg vom Ufer sprangen wir einfach aus dem Boot und standen nur hüfttief im kristallklaren Wasser. Es gab zwar keine farbigen Korallen oder bunte Fische aber im Sand ist jede Menge Leben. Das zeigte uns Daniel begeistert. Riesenmuscheln, eine Flunder die sich geschickt im Sand tarnt, eine Sandrose. Eine Muräne sahen wir zum Schluss. Sie versteckte sich im Fundamentklotz eines Leuchtmasts.
Inseltour
Wir sagten zu, am nächsten Tag die Inseltour per Boot zu machen. Bei tollem Wetter ging es gleich nach dem Frühstück los.
Haie und Rochen
Erste Station draussen waren die Rochen und Haifische. Etwas mulmig war uns schon. Wir waren die ersten vor Ort. Keine grossen Touriboote. Als Daniel den ersten Rochen sah, warf er etwas Fisch ins Wasser. Das lockte Unmengen an, auch drei oder vier Haie (Black Tip), deren Flossen schwarze Spitzen besitzen. Hier konnte ich meine Unterwasserkamera (in Australien gekauft) endlich mal benutzen und Videos aufzeichnen. Christin traute sich auch aus dem Boot nachdem sich die Lage etwas entspannt hatte.
Rückblickend fanden wir die Rochen bedrohlicher als die Haie. Sie sind verwandt, aber vom Wesen her doch ganz anderes. Die Haie sind scheu und zurückhaltend, warten auf ihre Chance. Die Rochen drängten sich förmlich und kamen (wegen dem Futter) sehr nah und wollten gestreichelt werden, was ich auch tat. Der giftige Stachel am Schwanzende war etwas bedrohlich und gab den Extrakick. Bloss nicht berühren oder drauftreten. Die Rochen selber schwammen immer so, dass nichts deren Schwanz berührte. Erschöpft kletterten wir ins Boot um erst einmal durchatmen zu können und das Erlebte zu begreifen. Wir fuhren weiter.
Matira Beach
Am Horizont erschien ein heller Streifen. Fast schon grell. Es war der schöne weisse Strand von Matira, der einzige öffentliche Strand und unter den Top10 der besten Strände der Welt. Wir hielten kurz, 100 m vom Strand entfernt. Christin und ich entschieden gleich, dass wir da noch hin wollen.
Korallengarten
Nächster Halt war eine ca. 5 m tiefe Stelle in der Lagune. Ein bunter Korallengarten und idealer und beliebter Platz zum Schnorcheln. Wir fütterten die Fische und sie kamen in Schwärmen. Manche so frech, dass sie das Futter mir gleich aus der Hand pickten. Wir verbrachten eine aufregende Zeit mit Schnorcheln.
Riesenmuscheln
Der nächste Halt war wieder ein Schnorchelstopp. Hier gab es moules géantes (Riesenmuscheln) zu sehen. Auch eine recht grosse Muräne versteckte sich unter dem grossen Fels etwa 3 m tief unter Wasser.
Lunch auf einem Motu
Zeit für Mittagspause. Daniel düste nach Hause um die grosse Kühlbox fürs Mittagessen zu holen und natürlich Loana. Wir hatten Zeit um das Motu zu erkunden. Nachdem mir Daniel gesagt hatte, dass auf dem Motu nebenan häufig Stars zu Gast sind, hatte ich nur einen Gedanken. “Ich will da rüber und mich auf die Liege legen, auf welcher vor ein paar Tagen Leonardo DiCaprio lag”. Das Ziel war klar. Weg ins Ziel auch bald: Unauffälliges Durchschnorcheln des Kanals zwischen den Motus. Verhalten im Ziel: Auf die Liege bretzeln, für Fotos posen und bereithalten zum Abhauen bei Gefahr.
Dann kamen Daniel und Loana. Leckeres Essen war uns sicher. Wir assen unter Palmen in unbeschreiblicher Umgebung und Atmosphäre. Da wir keine weiteren Stopps mehr geplant hatten, verbrachten wir den Nachmittag auf dem Motu. Zunächst ein kurzer Mittagsschlaf im Schatten mit der Musik des Meeres und eine kleine Kayakfahrt anschliessend.
Abschluss
Ca. um 16 Uhr ging es vom Motu zurück zur Anlegestelle. Daniel nennt diesen Ausflug “la thérapie bleue”. Wie recht er hat. Es war ein Ausflug für die Seele. Die verschiedenen Blautöne sind ein Traum und wir konnten es kaum fassen, dass es so etwas Schönes gibt.
Matira Beach
Wie geplant verbrachten wir ruhige Stunden am Matira Beach. Wir gingen gleich zwei Mal. Den Strand hatten wir ja auf der Inseltour schon gesehen. Hier verbringen auch Einheimische erholsame Stunden mit Familie. Das hat uns gefallen. Insbesondere toll war die Zeit, als ein Ukulelespieler sein Instrument zückte und die passenden Klänge spielte. Kostenlos. Fast wie der Dicke, der ‘Somewhere over the Rainbow’ spielte.

Matira Beach. Morgens praktisch alleine. Generell hatten wir nie das Gefühl, dass es überlaufen wäre.
Au revoir / Nana / Auf Wiedersehen
Wir hatten fast durchgehend tolles Wetter. Hier ist es wirklich wie in den Urlaubskatalogen. Ein Privileg hier zu sein und definitiv ein weiteres Highlight unserer Reise. Wir kommen wieder – wenn es doch nur nicht so weit weg liegen würde. Naja, vielleicht ist das auch gut so. Für die Insel, für die Natur.



Hallo ihr lieben Schnorchelkinder,
schön wieder etwas von euch zu hören, ich bin begeistert von eurem Bericht, Korallen und Lagunen ich sehe eure Begeisterung. Es gibt immer wieder schöne Ecken auf dieser Welt.
Für uns leider zu spät . Geniesst die schönen Eindrücke und behaltet sie in guter Erinnerung.
Euer Reisebericht wird Wochen dauern.
Bis bald liebe Grüsse
von OMI und Opa
Der Eintrag hat etwas Zeit benötigt, da es viel zu berichten gab und die Internetverbindung von der Osterinsel ist ‘problematisch’. Frage mich sowieso wie das hier geht. Muss ja ganz ein langes Kabel sein.. Hihi.
In Ruhla blüht bestimmt schon einiges und der kommende Temperaturanstieg ist ja allerhand! Geniesst’s auch.
Sonnige Grüsse nach Ruhla.
da muss man sich ja wie im Paradies fühlen, ihr habt recht: wenn es nur nicht so weit wäre! Gruss Edith
Hallo Edith.
Wirklich paradiesisch!
Nach einem Flugmarathon aus Europa, kann man die Insel in den ersten Tagen noch nicht geniessen. Deshalb sagen viele man spare sich Bora besser für den Schluss der Reise auf…
Grüsse nach Balsthal.