Wir wollen kostengünstig reisen. Nicht billig, aber preiswert. Das heisst wir essen lieber in einem Warung statt in einem Restaurant. Wir übernachten lieber in einem Inn mit Charme, als bei den grossen Hotelketten. Beides bringt weitere Vorteile, die hier aber nicht Thema sind.
Schon nach kurzer Zeit gewöhnt man sich als Reisender an das Preisniveau hier in Indonesien. Dann ist die Cola für umgerechnet 1 CHF nicht mehr günstig sondern gerade noch ok. Das grosse Bintang (600 ml) für 3 CHF ist nicht mehr “great value for your money”. So ist es mir passiert.
Schleichend verändern sich die Relationen. Mit welchem Massstab messe ich denn nun?
Wie zuhause? Oder nun mit dem lokalen? Dann erscheint plötzlich alles teurer. Man beginnt die Kosten für einen Eintritt in Anzahl lokaler Gerichte umzurechen: “Nein, dafür können wir doch 4 Mal essen”. Auf der anderen Seite: “Ach komm, wir gönnen es den Einheimischen hier. Wir habens ja.”
Und dann wieder: “Wieso soll ich mehr bezahlen als die Einheimischen für das Gleiche?”
Zudem:
Was uns beim Euro zum dem Kaufen verleitet – der zahlenmässig geringere Betrag – hindert mich hier Geld auszugeben. Wann holt man denn schon 1 Mio. beim Geldautomaten? Hier! Dabei reichen die paar Franken umgerechnet nur für einen kleinen Schwipps an einem Freitag Abend in Zürich… Also, ein grosses kühles Bintang bitte!