Huahine

Wir flogen weiter. Nach einer Zwischenlandung in Moorea kamen wir in Fare auf Huahine an. Réjane von der Pension Fetia holte uns ab und begrüsste uns herzlich.

Wir nannten sie Inselomi. Zusammen mit einer Kollegin führen sie die Pension Fetia. Diese besteht aus 2 kleinen Strandbungalows und 2 grösseren Familienbungalows mitten in einer Kokospalmenplantage. Kokosnüsse gabs also in rauhen Mengen. Der Strandbungalow war sehr einfach ausgestattet, minimalistisch. Keine Klimaanlage, kein Warmwasser, als Dusche nur ein Rohr aus welchem Brunnenwasser floss. Dafür ein kleiner Gasherd und ein Kühlschrank. Das Bett mit Moskitonetz und natürlich Blick aufs Meer. Was will man mehr.

Réjane ist eine gute Köchin. Also verwöhnte sie uns mit lokalen Gerichten, vielem Fisch und Früchten. Auch Taro, was wir in Neuseeland gesehen hatten, servierte sie in Würfeln, leicht karamelisiert.
Vom Charakter her war Inselomi eher ruhig manchmal etwas mürrisch, aber nach ein paar Tagen konnten wir uns gegenseitig einschätzen. Das Beste war, wenn wir sie jeweils in der Küche kichern hörten. Die Kollegin war die Redseelige.
Am ersten Tag wollte ich das verlassene Sofitel an der Spitze unseres Motu erkunden. Nicht nur weil es ein Geisterhotel ist, sondern weil der Strand da auch schön ist. Der Zugang zum Meer war direkt vor der Pension schwierig (rutschige Felsen).

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Traumlage, aber Albtraum-Management. Scheinbar hatten Missmanagement und Meinungsverschiedenheiten zwischen Grundbesitzer und Betreiber zur heutigen Situation geführt.

Am Nachmittag kam ein Mutter-Sohn Paar aus Frankreich bei der Pension an und stiess zu uns an den Tisch. Bisher hatten wir nur Französisch gesprochen. Fortan wurde neben Französisch auch Englisch gesprochen, was es für Christin leichter machte.
Am Sonntag fuhren wir mit Omi in die Stadt. Das Wetter war nicht besonders, eher regnerisch. Wir suchten Internetanschluss für etwas Planung. Leider kein Erfolg. Einen fahrbaren Untersatz erhielten wir auch nicht. Entweder war geschlossen oder nichts verfügbar. Ja, so war das früher bei uns auch an einem Sonntag. Dann regnete es noch. Es hörte bald wieder auf. Nach dem Mittagessen Chez Guynette und einem kurzen Spaziergang am schönen Stadtstrand versuchte ich Réjane telefonisch zuverreichen. Auch kein Erfolg. Also losgelaufen. Doch schon von der Vorstellung an die Distanz bei der Sonne wurde uns unwohl. Wir liefen noch bis zum Flughafen und machten dann Autostopp. Eine Melonenbäuerin nahm uns gleich mit denn sie und Réjane waren praktisch Nachbarn.
Am nächsten Tag, ein Montag, wurde alles einfacher und besser. Mietauto, Internetverbindung , Einkaufen. Alles klappte.

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In Fare: Erstes Internetcafé mit Meerblick inkl. Delfinshow.

Wir drehten eine Runde um den nördlichen Teil der Insel. Zudem holte Réjane am frühen Nachmittag neue Gäste ab. Ein ältetes Paar. Am Abend kochten wir wieder einmal selber. Couscous. Réjane konnte sich ihre Bemerkung nicht verkneifen: “Gut, wenn ihr mein Couscous nicht probieren wollt…” Es war wohl als Scherz gemeint. Generell war es, vor allem anfangs, schwierig im Französischen Witz und Ernst zu unterscheiden. Sowas lernt man nicht in der Schule.
Der nächste Tag startete stürmisch mit Regen. Schon in der Nacht hatte es heftig geweht. Zum Schlafen gar nicht etwa unangenehm in unserem Strandbungalow ohne Fensterscheiben.

Der Vormittag war also verregnet. Der Nachmittag umso besser. Wir beschlossen den südlichen Teil zu erkunden und damit die Rundfahrt zu vollenden. Unterwegs hielten wir an der Südspitze bei Parea zum Fotografieren und Schnorcheln.

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Ohne Worte.

Für den Abend war ein einfaches Baguette mit Pilzen geplant. Réjane bzw. Jaqueline machte aber den Plan vergessen als sie mit Resten vom Fischgericht, Taro und orangenen Backbananen auftauchte. Kurz darauf noch eine weitere Spezialität als Dessert: halbe Papaya aus dem Ofen, gefüllt mit eingedickter, aromatisierter Kokossauce. Zum Aromatisieren wurde die hiesige Vanille verwendet. Mjam.
Der nächste Tag stand im Zeichen der Tahitiperlen. Wir besuchten das Pearl Treehouse, eine Boutique mit schönem Schmuck. Ich schenkte Christin ein Paar Ohrringe. Alle Perlen stammen aus der Perlenfarm, die hier in einer Lagune liegt. Diese kann man besuchen, was wir nach dem Mittagessen auch taten. Mit dem Boot wurden wir und weitere Gäste abgeholt und zur Farm gefahren.

Uns wurde kurz alles erklärt wie das Vorgehen bei der Perlenzucht ist. Die Lage in der Lagune ist zudem so toll, dass wir ohne Schnorcheln schon Dutzende farbiger Fische sehen konnten und mit altem Baguette füttern.

Am darauf folgenden 8. Mai flogen wir nach Bora Bora und die Zeit auf Huahine ging zu Ende. Rückblickend war das Wetter recht schlecht und zu regnerisch. Ganz anders wie es die Ferienkataloge einem glaubhaft machen wollen. Dafür nutzten wir die Stunden mit Sonnenschein umso mehr. Der Wind am Abend vertrieb die Moskitos und sorgte für angenehme Nächte.
Wir konnten Einblick ins Leben hier gewinnen, Gepflogenheiten und Lebensmittel kennen lernen. Schliesslich ist Huahine vom Massentourismus verschont geblieben und authentisch. Das suchten wir und fanden es.

2 thoughts on “Huahine

  1. Bevor wir uns jetzt zu Ruhe begeben, noch schnell ein kurzes Hallo ihr Zwei, Glückwunsch zum Internetanschluss und zum Auto, ohne beides ist man ganz schön aufgeschmissen. Danke für die herrlichen Bilder
    Zur Zeit regnet es wie aus Eimern. Euch wünschen wir natürlich schönes Wetter und alles Gute mit vielen schönen Eindrücken für die kommende Woche.
    Liebe Grüsse mit einem dicken Kuss schicken in die Ferne
    OMI und Opa

    • Gemein, wenn der Regen immer aufs Wochenende kommt. Das Wetter hat uns hier auf Bora Bora nicht im Stich gelassen. Am Freitag hatten wir einen der schönsten und atemberaubendesten Tage auf unserer Reise. Bericht von Christin folgt.
      Liebe Grüsse

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