Wir bereisten die Küste von Manta südwärts.
Manta
Eher notgedrungen, da abends keine Busse mehr weiter fahren,verbrachten nur eine Nacht in Manta. Das Hotel Marina Real war mit 67 USD etwas überteuert, dafür war Shelly, die Hoteldame, überaus freundlich und hatte Freude an jungen Gästen. Wie üblich, war an diesem Sonntag auch nicht viel los in der Stadt. Wir entschieden einfach im Hotel zu bleiben und da die Annehmlichkeiten zu geniessen (Pool, Tv, eigenes Bad) und liessen uns eine überraschend gute Pizza liefern.
Puerto Lopez
2-2.5 Stunden Busfahrt weiter südlich und wir kamen in Pto. Lopez an. In der Hostería Punto Piedrero hatten wir ein tolles Doppelzimmer (Nr. 9) mit eigenem Bad und praktisch privater Terrasse mit Hängematten, mit Blick aufs Meer und Tisch zum Essen. Besitzerin Christina und Patty waren sehr nett.
An diesen Ort wollten wir nicht wegen der Stadt an sich, die ist nämlich keine Schönheit. Viele Naturstrassen, die nach etwas Regen schlammig werden und am Strassenrand bildeten sich kloakenähnliche Pfützen. Es hapert überall am Unterhalt. Nein, wegen den Buckelwalen waren wir dort! Diese sind jeweils um diese Zeit des Jahrs auf Wanderung. Nach Norden, in wärmeres Gewässer schwimmen sie um sich zu paaren bzw. um zu gebären. Mit organisierten Touren für 20 USD kann man die vorbei ziehenden Wale beobachten. Anfangs gurkten wir lange umher. Weit und breit war nichts zu sehen. Das Wohlbefinden litt dann schnell. Christin hatte keine Probleme. Ich, ein Binnenländer, der schon als Kind Schaukeln hasste, fühlte mich bald unwohl. Leichte Kopfschmerzen, keine Übelkeit, aber ein flaues Gefühl. Der Motorenlärm und elender Abgasgestank waren wohl auch Ursache dafür. Anderen gings aber schlechter. Ein Junge neben mir fütterte die Fische mit seinem kürzlich verspeisten Frühstück.
Später fand ein dicker Mann gegenüber von mir die Wale auch zum Kotzen. Durch seinen dicken Bauch konnte konnte er nicht so ästhetisch über Bord kotzen. Die Sosse lief beim Boot über den Rand nach Innen und Aussen.
Mir war es dann langsam nach Umdrehen. Keine Wale, egal, Hauptsache fester Boden. Doch dann waren sie da! Manchmal nur einer, dann gleich zu fünft. Von weitem konnten wir den Blas erkennen. Ähnlich wie Delfine schwammen sie weiter der Küste entlang. Sie zeigten immer wieder ihre Schwanzflosse – ein sicheres Zeichen für einen längeren Tauchgang. Christin hatte die Kamera jeweils bereit und konnte mit der Serienfunktion jeden Moment einfangen.
Es war das erste Mal, dass wir Wale sahen. Echt beeindruckend! Soo gross und dabei sind Buckelwale nicht mal die grössten der Grosswale.
Montanita
Wohl kein Ort an der Küste hat sich so stark entwickelt und verändert wie Montanita. Der Fischerort ist inner kurzer Zeit zum Surferort und dann Partyort mutiert. Spontan probierten wir es im Esperanto Hostal. Leider voll. Nebenan im Paradise South liessen wir uns ein Zimmer zeigen. Aber schon der erste Eindruck war so schlecht, dass wir uns schnell verdrückten. Im Moai Hostel, bei Antonio, fanden wir Unterschlupf für 3 Nächte. Das Zimmer war etwas muffig, aber sonst ein gutes Hostel für 30 USD/Zimmer. Der touristische Auflauf hatte seine guten wie schlechten Seiten. So mangelte es bestimmt nicht an Unterkünften und auch die Vielfalt an Speisen und deren Qualität war gut. Die Atmosphäre hatte was von Surferstil gemischt mit Alternativszene und da und dort sieht man einen Aussteiger, der gar nirgends mehr reinpasst. Inzwischen kommen auch Familien, es werden Kinderwagen geschoben, Mann läuft oben ohne durch die Strassen und der Höhepunkt: Omi mit dem Bikiniabbild einer jungen, kurvigen Frau auf dem T-Shirt, dazu ein Stoffhütchen, gebunden wie beim Kleinkind. Wir mussten hingucken und waren sprachlos. Abends wummerten die Bässe der Bars und Diskos bis spät in die Nacht. Montanita wird sich wohl weiter Richtung kleines “El Arenal” entwickeln.
Zum Baden war es uns dann zu kalt, der Himmel stets wolkenverhangen und manchmal leichter Regen. Die Strassen bzw. Wege waren matschig. Aber wir nutzten die Zeit sinnvoll. So verbrachten wir mehr Zeit im Internetcafé. Christin lernte etwas den GIMP (Grafikprogramm) zu bedienen. Zusammen gestalteten wir Knöpfe und Stoffblumen, die sie später als Logo und im Banner auf der Website verwenden will.
Guayaquil
In Guayaquil blieben wir nur eine Nacht damit wir rechtzeitig am darauffolgenden Tag den Flieger schaffen. Wir übernachteten im Hostal “Linda”. Nach dem Telefonanruf zur Reservation waren die Erwartungen an das Hostel eher tief. Unfreundlich und gelangweilter kann man nicht klingen. Aber es stellte sich als ganz ok heraus. Es war vielmehr ein Hotel als ein Hostel. Sauber und komfortabel. Vom Zentrum Guayaquils waren wir auch positiv überrascht. Nicht nur war es viel wärmer und sonniger als an der Küste, sondern auch gepflegt und wir fühlten uns sicher. Das Hostal liegt an einem schönen Park und um die Ecke bogen wir direkt in die Avenida 9 Oct. ein. Eine Geschäftsstrasse mit Flanierstreifen, etwas im USA-Look. Vorne am Meer dann der beliebte Malecón 2000. Ein Städtebauprojekt der Extraklasse, welches der Stadt und den Menschen eine grosse Portion Lebensqualität brachte. Die Stadt ist übrigens grösser als Quito und aus wirtschaftlicher Sicht wichtiger. Grund ist nur schon der riesige Hafen.
Rückblick Ecuador
Ecuador heisst superfreundliche Menschen und vielfältige Natur in einem relativ kleinen Land. Von hohen Vulkanen bis zum Meer ist alles zu haben. Bus- und Taxifahren war recht günstig. Die Preise für Unterkünfte erschreckten uns aber etwas. In der kurzen Zeit im Land gewannen wir aber ein guten ersten Eindruck von Land und Leuten.
Zur Zeit (August) herrschte an der Küste düstere und Wolken verhangene Stimmung, bei der keine Lust zum Baden aufkommt. Vergleichbar mit Peru, war es in den Bergen dafür sehr freundlich und meist sonnig. Der Sommer (ab Nov/Dez) an der Küste soll dann aber schön und heiss sein.
Abschied
Am 24.8. verabschiedeten wir uns von Ecuador und Südamerika. Auf gehts in die USA für ein paar Tage.



Hallo lieber Matt,
liebe Grüsse und alles Gute zu deinem heutigen Ehrentag sowie noch viele erlebnisreiche Eindrücke auf eurer Reise.
Nun kommt ihre der Heimat immer etwas näher, wir freunen uns schon auf eure Rückkehr
,
Ehrentage? … da gratuliere ich doch auch gaaaaaanz herzlich… happy,happy …
und niemals vergessen Alles (ist) Liebe 🙂