Buon Ma Thuot

Da unser Motorrad erst um 14 Uhr bereit war und die Stadt etwas zu bieten hat, entschieden wir uns eine weitere Nacht zu blieben.

Ausserhalb der Stadt liegt der grösste und schönste See des Zentralen Hochlands, der Lak See. Wir unternahmen eine stündige Busfahrt dahin.

Kein Pfeffer, kein Kaffee, sondern Reis wird hier angebaut. Die Felder reichen fast bis an den Horizont und sind erst kürzlich angepflanzt worden. Sie erscheinen in saftigem Hellgrün. Da machten wir einen Spaziergang entlang des Sees.

Auf dem Rückweg trafen wir an der Bushaltestelle einen alten Mann. Ich sagte: “Guck mal da drüben, das ist Onkel Ho Chi Minh”. Bald darauf sprach er uns an und wir kamen ins Gespräch. Er sprach nämlich Englisch und Französisch. Sein Name war Y Ca, sein Jahrgang 1936. Er war gerade auf der Post um seinen französchischen Freunden einen Brief zu senden. Im Bus unterhielten wir uns weiter. Das war interessant.

Am Abend assen wir in einer Strassenküche ‘Com Tam’. Da bestellt man nicht, es wird gleich serviert, denn es gibt nur ein Gericht: Reis, Gemüse und Grillfleisch vom Holzkohlegrill. Dazu eine kleine Suppe. Christin isst selten Fleisch von der Strassenküche, hier aber konnte sie nicht widerstehen. Regel 1 war erfüllt (viel Durchsatz) und Regel 2 auch (durchgebraten). Es war soo gut. Eines der besten Grillschnitzel bisher.
Leider gab es einen ‘Zwischenfall’. Ich musste erkennen, dass ich mit 90 kg wohl zu schwer bin für die kleinen Plastikstühlchen, denn ein Bein knickte weg und ich konnte mich gerade noch abstützen. Es war lustig, aber auch peinlich.

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In der Strassenküche

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