Um 8 früh sassen wir auf, denn wir wussten, dass eine lange Etappe uns bevorstand. Verpflegung hatten wir schon am Vorabend organisiert.
Bald holten wir die Radfahrer ein, die wir am Vorabend noch getroffen hatten. Respekt vor der Leistung, die sie da verbrachten. Und etwas beschämend empfand ich es gleichzeitig auch. Mit 45-50 Jahren waren sie älter wie ich und ich, der Junge, fahre faul mit dem Motorrad durch die Gegend.
Eine erste Pause machten wir beim einem schönen Wasserfall mit Brettercafé nebenan.
Unsere Black Beast zeigte sich von ihrer besten Seite. Sie schnaufte zwar aufgrund des kleinen Motörlis aber es reichte für die 10% Steigungen. Wir erreichten die Passhöhe nach etwas mehr als einer Stunde.
Der Hai Van Pass damals war keine Wetterscheide. Aber dieses Mal war der Pass eine solche! Nach wenigen Kilometern wurde der Himmel blau über uns. Keine bedrohlichen Wolken mehr, wärmere Luft mit jedem Kilometer.
Schnelle Mittagspause in Plei Kan. Wir suchten eine Weile, fanden dann aber den Ort, wo alle ihre Pho Bo assen (Regel Nr. 1 beim Essen). Auch Blacky wurde vollgetankt.
Im Tageziel Kon Tum angekommen beschlossen wir noch weiter zu fahren. Die Strecke war nicht mehr so interessant, eher mühsam durch die vielen Baustellen. Doch wir kamen am wunderschönen Vulkansee Bien Ho vorbei. Keine Gebühr fürs Motorrad abstellen, keine Händler, nur freundliche Heimis. Hier waren wir richtig!
Unterkunft war das Hung Vuong Hotel für 200k VND. Zimmer ok, Bad/Wc nicht sauber. Also keine Empfehlung.


