Eigentlich hatte die Halong Bay für mich schon den Reiz verloren, denn den ganzen Touristenauflauf stellte ich mir schrecklich vor: Das Ausströmen all der lauten Schiffe, die Menschenmenge gepfercht darauf und die Müllhalde, die hinterlassen wird.
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Halong Bay. Quelle: Wikipedia.org
Indem wir selber anreisten, konnten wir doch einiges selber entscheiden und fanden so einen guten Kompromiss. Wir wollten auch nicht übernachten auf dem Boot, was viele Touristen aus Hanoi kommend eben beinahe müssen und dann entsprechend viel bezahlen.
Wir schipperten auf einem nur halbvollen Boot 4 Stunden durch die Bucht. Auf dem Deck war schön Platz zum Sitzen und mitgebrachte Snacks zu knabbern und Bierchen zu zischen. Obligater Hält war beim schwimmenden Fischerdorf, einer Höhle, die mit Kajaks befahren werden könnte, den sich küssenden Felsen und der bekannten, riesigen Höhle Sung Sot.

Über die kitschigen Farben kann man noch diskutieren. Aber die plätschernden "Quellen" in der Höhle, realisiert mit Wasserpumpen aus dem Gartencenter, sind dann definitiv zu viel für mich. Chinesische oder japanische Touristen sollen ihre Freude dran haben.
Fazit: Die Landschaft ist wunderschön. Es ist mit Mehraufwand verbunden, die schöne Bucht nach eigenem Ermessen zu erkunden. Man kann den Touri Strömen ausweichen und sollte das auch tun. Die eigene Anreise nach Halong ist aber kein Zuckerschlecken und der Ort selber mit den Bettenburgen sollte so schnell wie möglich wieder verlassen werden.
