Reise nach Vientiane

Nach Luang Prabang ging es weiter Richtung Süden nach Vientiane.
Die Reisebüros organisieren das Auflesen der Passagiere und diese werden in TukTuks zur Busstation gefahren. Das Gleiche galt für uns.

Bis wir losfahren konnten verging einige Zeit und es war chaotisch. Das Aufladen mit TukTuk war schon nicht ohne Tücken: Wir waren die Ersten und pünktlich an vereinbarter Stelle. Das Tuktuk kam zeitgleich. Beim nächsten Guesthouse war niemand bereit. Wo sie wohl seien, fragte sich der Fahrer. Es stellte sich heraus, dass der Passagier beim Reisebüro war. Toll, mitten im Nachtmarkt. Also dahin gefahren. Auf dem Weg noch eine Reisende aus Frankreich und eine aus Belgien aufgelesen. Die mussten hastig ihre Sachen packen, denn es wurde ihnen eine spätere Zeit genannt. Dann weiter zum Nachtmarkt um den anderen Kollegen aufzulesen. Endlich gehts zum Bus, dachten wir. Falsch gedacht. Noch ein Stopp war nötig. Wer stieg ein? Eine Reisende die wir in Huay Xai getroffen und uns nett unterhalten hatten. Wir waren alle erstaunt und freuten uns zugleich.

Beim Busbahnhof wurde uns gesagt, dass der gebuchte Bus nicht fährt. Hilfe! Aber es fahre ein zusätzlicher Schlafbus. Phu!

Neu war, dass wir hier wie am Flughafen zuerst einchecken muss. Ok, wenns weiter nichts ist. Zunächst wurden wir an den falschen Schalter geschickt. Beim richtigen Schalter wurden dann unsere Sitzplätze in Schlafplätze umgebucht. Dazu erhielten wir neue Tickets. Ich sollte plötzlich “Eduard Lopez” heissen und Christin kriegte auch einen neuen spanischen Namen. Ich forderte ein anständiges Ticket und bezahlte den Aufpreis für den Schlafbus. Wir spekulierten noch ob es den Sitzbus möglicherweise gar nicht gibt.. Damit später mehr verlangt werden kann für den Sleeper? Ich denke nicht. Die Nachfrage für den Sitzbus war einfach zu gering, hingegen beim Schlafbus war sie sehr gross bzw. war der eine Bus überbucht.

Also hiess es einsteigen. Der gelbe Bus sollte es sein. Zuerst Gepäck unten rein verstaut, anschliessend einsteigen. Beim Einsteigen dämmerte unserer Mitreisenden, dass es wohl winzige Doppelbetten sein müssen. Pro Schlafnische waren nämlich immer 2 Nummern vermerkt. Ich tröstete sie und sagte sie bekäme bestimmt eine eigene Decke und müsse bestimmt nicht mit einem unbekannten Mann im gleichen Bett schlafen.

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Kaum erkennbar, unser Bus

Das Einsteigen war ein Chaos vom Feinsten und hat lange gedauert. Die Gänge sind so eng und man konnte nur seitlich laufen. Natürlich hat das Umbuchen nicht überall geklappt. Es lagen Leute in Betten von Anderen. “Du kannst auf dem Boden schlafen”, ertönte es.

In unserem Bettchen angekommen, heulte Christin schon rum, dass sie wohl bei dem kleinen Fenster zu wenig raussehen könne und gleich kotzen würde. In der Tat ist der Bus nicht für Klaustrophobiker. Aber er war sowieso Nacht und das erste Mal war ich froh um eine Klimaanlage.

Da ich überall schlafen kann, war ich schon gespannt, ob ich es mir im Bus auf Rüttelstrecke auch gelingt. Unterstützend kam hinzu, dass kurz nach Abfahrt die Lichter gelöscht wurden. Auch Leselampen konnten nicht mehr eingeschaltet werden. Tatsächlich ist es mir gelungen zu schlafen. Um 01:00 erhielten wir Mitternachtslunch gegen unsere Foodcoupons. Die Nudelsuppe, was sonst, war sehr gut und sogar Christin schlabberte fast alles weg. Dann weiter geschlafen bis in die Früh mit wenigen Unterbrüchen. Das war sie nun, unsere erste Schlafbuserfahrung.

Bei wunderschöner Dämmerungsstimmung kamen wir in Vietiane an und liefen zum Hotel. Unser Hotel war das Khamvongsa, das wir trotz hohem Preis (40 USD) empfehlen können.

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