Seit letzter Nacht hatte Dauerregen eingesetzt. Es war thaikalt und keiner badete hier mehr, obwohl tolle Strände ringsum vorhanden sind. Zudem hatte ich eine Erkältung eingefangen, wahrscheinlich wegen Klimaanlagen.
Also kurzentschlossen: wir reisen weiter! Nur wohin?
Verschiedene Orte entlang der Küste nordwärts kamen in Frage. Schlussendlich entschieden wir uns für die Busfahrt direkt nach Bangkok.

Sitze besser wie im Flugzeug und ich hatte vorne keinen weiteren Sitz.
Christin kümmerte sich um mich, da ich nicht fit war. Halstuch, Decke und Salbe auf die Brust. Es kann losgehen!
Die Reise war anfangs eher beschwerlich: Landstrassengekutsche mit mehreren Stopps. Weit und breit keine Autobahn. Bis zum Schluss war bei uns vorne noch ein Platz frei. Und wer steigt wohl beim letzten Stop noch ein? Eine Frau mit schreiendem Kind. Wir dachten an die nächsten 10 Stunden…
Zum Glück hatte ich die Oropax (im praktischen WackenOpenAir Behälter) dabei. Gut.
Diese helfen aber nicht gegen strenge Gerüche: das Kind schräg vor uns wurde mit Milch vollgepumt und anschliessend wegen Geheule so kräftig geschüttelt, dass die Kotze kurz darauf nur so sprudelte. Da half die Lüftung dann ein wenig. Diese drückte ich im Dunkeln aber mit so viel Gewalt auf, dass gleich Teile rausgedrückt wurden. Konnte aber halbwegs wieder eingerenkt werden.
Schön, dass es dann gleich Essen gab. Mmh. Hier ist es Brauch, dass die Passagiere bei längeren Fahrten zu Tisch gebeten werden. Ausser der Hühnerhalssuppe sah alles sehr gut aus und schmeckte.
Um 4 Uhr früh traffen wir am BKK Busterminal ein. Mit dem Taxi ging es zum Hotel Rembrandt. Die sind für Frühankommlinge vorbereitet: kleines Frühstück zum mitnehmen, Gutschein für Kaffee oder Tee. Im Bereich des Swimming Pool legten wir uns auf der grössten Rattanliege nieder und schliefen bis um 9, während die Frühaufsteher ihre Bahnen schwommen.