Bilder sind das Eine. In diesem Artikel versuche ich die unterschiedlichen Gerüche und Düfte zu beschreiben. Ich habe mir gedacht, am besten ist es wohl, dies anhand einer Rollerfahrt durch die aneinandergereihten Ortschaften zu beschreiben.
Ausserorts, dunkel, keine Strassenbeleuchtung. Schon etwas abgekühlt durch Wald und Reisfelder links und rechts der Strasse. Es riecht nach warmem Gras und Heu. Vorne die Lichter der nächsten Ortschaft.
Ein LKW überholt. Dicke Dieselabgaswolken hüllen alles ein und der Geruch überdeckt kurzfristig alles. Die nachfolgende Staubwolke riecht sandig. So fühlt es sich auch gleich zwischen den Zähen an.
Ortseingang, es riecht nach Räucherstäbchen. Diese werden in grosser Anzahl täglich zusammen mit den Offerings verwendet und zwar mehrfach bei jedem Haus.
Dann riechts plötzlich wie nach Seife. Wahrscheinlich eine andere Sorte Räucherstäbchen.
Ein Paar Häuser weiter. Es riecht weiter nach den Stäbchen, zudem züngeln die Flammen eines Feuers im Strassengraben hervor. Der Rauch riecht nach brenndendem Heu, Bambus oder Kokosblätter. Alte Offerings werden hier verbrannt. Eigentlich kein unangenehmer Geruch, eher wie Lagerfeuerromantik.
Immer wieder LKWs und Roller. Die Abgase mischen sich und im Zentrum der Ortschaft wird in rollenden Essständen und Warungs gekocht. Es duftet nach allerlei Essen: scharf würzig, manchmal süss, kokosnussig.
Ortsausgang. Die Fahrzeuge beschleunigen. Es riecht verstärkt nach Abgasen. Der Geruch eines Abfallhaufens, der über den fanzen Tag an der Sonne lag, kommt hinzu.
Bis zur nächsten Ortschaft, wo sich die Geruchsreise fortsetzt.