Tongariro National Park

Lange hatten wir auf diesen Tag gewartet und täglich den Wetterbericht geprüft. Nicht nur einmal, nein, mehrmals. Schliesslich wollten wir für den Tag in der beeindruckenden vulkanischen Zone gutes Wetter für eine Wanderung haben.

Der Mittwoch, der 23. April, sollte richtig sonnig werden. Wir waren skeptisch, denn das Wetter ändert schnell und die Niederschlagswahrscheinlichkeit bleibt meist hoch. Nicht aber für den besagten Tag. Am Vortag früh buchte ich ein Doppelzimmer im “Ski Haus”. Das Haus bietet eine Gemeischaftsküche und liegt günstig beim Ausgangspunkt für verschiedene Wanderungen.
Wir planten den Aufstieg zum Mt. Tongariro. Die allermeisten machen das Crossing und lassen sich am Endpunkt von einem Shuttlebus abholen. Wir wählten absichtlich eine Alternative: Rückkehr zum Ausgangspunkt. Damit hatten wir zwar 20 km Strecke zu leisten, konnten aber unser Tempo gehen und waren nicht an einen Zeitplan gebunden. Zudem sieht man so auch alle Sehenswürdigkeiten.

Aufbruch
Wir standen um 5 Uhr auf. Zum Frühstück ein heisses Oat Meal mit Honig. Passend bei dem kalten Morgen, denn die Temperaturen waren tief gefallen in der Nacht. So gegen Null Grad.
Um 6 Uhr fuhren wir los. Es dämmerte langsam. Um 6:30 marschierten wir los. Dabei waren wir nicht die Einzigen. Der Parkplatz füllte sich langsam mit PWs, aber keine Spur von Bussen. Die kämen um 8 hiess es. Gut.

Ins Tal hinein
Vom Parkplatz führt ein schön angelegter Weg ins Tal hinein. Stets entlang eines plätschernden Baches, der aus den “Soda Springs” gespiesen wird. Der Weg ist nur leicht ansteigend, aber lang. Hier gab es nicht nur bizarre Gesteinsformationen, sondern auch Pflanzen zu bewundern. Manche blühten sogar noch.

Aufstieg zum Südkrater
Der erste Aufstieg begann. Nach wenigen Metern wurde auch dem Letzten warm. Viele zogen nun die wärmende zweite Schicht aus.
Auf halber Höhe erreichten uns dann die ersten Sonnenstrahlen.
Die Vielfalt an Pflanzen wurde weniger. Die Aussicht jedoch immer besser.

Durch den Südkrater
Den ersten Zwischenhalt machten viele nach dem Aufstieg. Anschliessend durchschritten wir den topfebenen Südkrater. Hier war der Boden richtig vereist und an Pflanzen gab es nur noch einen Überlebenskünstler, ein buschiges Gras, das sich wie einzelne Wattekugeln auf dem Boden verteilte.

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Blick zurück. Der Weg durch den Südkrater.

Aufstieg zum Roten Krater
Der knackigste Teil folgte. Der Pfad verlief noch steiler. Keine Treppen mehr wie beim ersten Aufstieg. Hier halfen die Stöcke.
Eine Familie mit 2 Kindern hatte hier langsam Mühe. Ich zog ein Kind mit dem Stock hoch zu den Eltern. Gleichzeitig war es ratsam sich an dem Stahlseil festzuhalten. Dann waren wir oben! Das letzte Stück zum höchsten Punkt des Roten Kraters war flach. Von hier hatten wir einen atemberaubenden Ausblick auf den Blauen See, die Smaragdseen, in den Roten Krater und auf den jüngeren Vulkan Ngauruhoe.

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Blue Lake hinten links und die kleinen Emerald Lakes rechts.

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Ngauruhoe

Gratwanderung zum Tongariro Gipfel (1967m)
Da der Tag noch jung war und die Energiereserven noch weiter reichten gingen wir über den Kraterrand zum Tongarirogipfel. An jeder Stelle bot sich einem ein toller Blick auf alle Seiten. Auf dem Gipfel machten wir Mittagspause. Anschliessend machten wir uns auf den Rückweg.
Nach fast 20 km und einigen Stunden Wandern kamen wir müde beim Parkplatz an. Geschafft
Mein Highlight hier in Neuseeland.

4 thoughts on “Tongariro National Park

  1. Hallo ihr lieben Neuseeland – Wanderer, bei euch ist sicher bald schon Nachtruhe, trotzdem sage ich “Guten Morgen” .
    Ich habe eure Vulkanwanderung interessiert verfolgt. Zum Glück alles gut gegangen, kein Vulkanausbruch. Nun erst einmal die Knochen und Gelenke regenerieren, bevor ihr zur nächsten Tour aufbrecht.
    Bis bald, aus dem nebligen aber warmen Ruhla
    grüssen euch OMI und Opa

    • Hallo ihr Lieben.
      Ja, die Vulkane habens gut gemeint mit uns. Das ist nicht immer so. Im Jahr 2012 war er im August und im November aktiv. Es gab ernsthafte Schäden an Berghütten.
      Geniesst den warmen Frühling. Matt & Christin

  2. Sieht ja wunderschön aus, diese Vulkanlandschaft, danke für die Bilder. Vielleicht gibt es im Frühling auch einzelne Blumen dort, wie bei uns im Hochgebirge? Liebe Grüsse und schönes Wochenende, euer letztes in Neuseeland ruth

  3. Hey Mäthe, das erinnert mich an meine Vulkanwanderung auf Hawaii, das war damals auch mein Highlight! Ist wirklich etwas ganz besonderes!
    Gruss aus Glattbrugg
    Be-ez

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